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Die Dispokinesis ist eine Haltungsschulung von Musikern für Musiker.
Sie wirkt vorbeugend und heilend Musikerleiden entgegen.
Die Dispokinesis entstand um 1950 im Umfeld des Sweelinck-Konservatoriums Amsterdam. Im Mittelpunkt der dispokinetischen Arbeit stehen die Urgestalten von Haltung und Bewegung, die G.O. van de Klashorst aus seinen human- und evolutionswissenschaftlichen Studien heraus entwickelt hat. Hinzu kommen speziell entwickelte Übungen zur Instrumental- und Gesangstechnik. Die Dispokinesis basiert auf der funktionellen Anatomie, Neurophysiologie und Entwicklungspsychologie sowie den Erkenntnissen in Bezug auf senso- und psychomotorische Lern- und Reifungsprozesse. Neben der Praxis und Lehre bezüglich Haltung, Atmung und Bewegung umfasst die Dispokinesis die Erfahrungs-, Bewusstseins- und Denkprozesse hinsichtlich der Sing-, Spiel- und Ausdrucksfähigkeit des professionellen Musikers. Die Dispokinesis stattet jeden Einzelnen mit einem individuellen Repertoire von Selbsthilfen aus, welches ihn von Ärzten und Therapeuten weithin unabhängig macht. Berufsmusiker aller Sparten, die eine Ausbildung als zertifizierte Dispokineter abgeschlossen haben, stehen dafür als Lehrer und Begleiter zur Verfügung. Im Vergleich mit anderen Körpertherapien erweist sich die Dispokinesis daher als eine auf die Bedürfnisse von Musikern am unmittelbarsten zugeschnittene Arbeitsweise. Dabei liegt ihre Stärke gleichermaßen in der Prävention wie in der Behandlung von Spielbeschwerden, Bühnenängsten bis hin zur fokalen Dystonie.
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