Arbeit am Instrument

Arbeit am Instrument oder der Stimme

oboeMittels der Urgestalten entwickelt der Musiker die Fähigkeit, eine angemessene Körper- und Spielhaltung wählen zu können, die ihm Stabilität und Beweglichkeit und damit seine Ausdrucksfreiheit ermöglicht. In ihrem Bestreben, speziell auch die instrumentale und musikalisch-künstlerische Kompetenz  zu optimieren, bietet die Dispokinesis weitere, auf die jeweiligen Instrumente bezogene Übungen, Vorstellungs- und Lernhilfen an. Stichworte hierzu sind die Dosierungsfähigkeit bezüglich Körperspannung und Krafteinsatz in Haltung, Atmung und Bewegung, die Dosierungs- und Differenzierungsfähigkeit im Kontakt zum Instrument z.B. über Saiten, Klappen, Tasten, Mundstücke etc.; Unabhängigkeit der Hände oder der einzelnen Finger, oder auch der Umgang mit dem sogenannten Lampenfieber...

Gerrit Onne van de Klashorst stellte fest: „Musiker sind Bewegungskünstler.“ Indem es dem Musiker gelingt, seine musikalische Vorstellung ungehemmt in Bewegung und Klang umzusetzen, ist er am Ziel. Musizieren wird für ihn und seine Zuhörer zu einem beglückenden und befriedigenden Erlebnis. In der Bewusstwerdung der eigenen Wahrnehmung liegt für den Musiker der Schlüssel zu einem kompetenten Umgang mit sich selbst.

Damit geht die Dispokinesis weit über Bewegungstherapie, Körperselbsterfahrung und Entspannung hinaus und stellt das Musizieren bzw. Darstellen auf der Bühne ins Zentrum.